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Internetpräsenz des Internationalen Kolloquiums


„Wirksame Rede im Frühneuhochdeutschen: Syntaktische und textstilistische Aspekte“


5. – 7. September 2013

Seminar für Anglo-Amerikanische Studien und Germanistik

Lucian-Blaga-Universität Hermannstadt/Sibiu

 

Tagungskonzept:

Emotionale Bewegtheit sowie Meinungs- und Verhaltensbeeinflussung des Rezipienten, also das, worauf ein jeder Autor mehr oder weniger offensichtlich mit seinem Text hinauszielt, können bekanntlich durch sehr unterschiedliche sprachliche Mittel erreicht werden. Warum wird ein Text als wirksam eingestuft, einem anderen hingegen mangelt es jeglicher Kraft, den Leser in seinen Bann zu ziehen? Ist es die Wahl der Lexik, ist es die Ausgestaltung eines Satzes, die Bildung kurzer, rasch aufeinanderfolgender Sätze oder eher die Komposition von rhetorisch ausgefeilten Perioden mit steigend-fallenden Satzgefügen, bei denen sich Inhalt und Satzbau wohlgefällig ergänzen? Welche Rolle spielen anaphorische Satzeingänge oder Parallelismen auf Inhalts-, Wort- und Satzebene? Diesen Aspekten möchte sich die Hermannstädter Veranstaltung mit Bezug auf Texte der frühneuhochdeutschen Sprachepoche widmen. Luthertexte und Schriften der Reformationszeit zeichnen sich selbstverständlich im Hinblick auf die Rezipientenwirksamkeit besonders aus, aber andere Texte sollten nicht vernachlässigt werden. Dabei sind empirische und theoretische Zugänge der Analyse sowie Beiträge zur methodischen Herangehensweise gleichermaßen willkommen. „Global denken, lokal handeln“ ist eine Maxime unserer Zeit. Daher freuen sich die Veranstalter der Tagung auch über Beiträge zur Sprachbewusstseinsgeschichte, besonders zur Grammatik- und Rhetorikschreibung.

 
 
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